Feuerwehr
zukunftsfähig aufstellen!

Als Bürgermeister möchte ich gemeinsam mit unseren Feuerwehrangehörigen dafür sorgen, dass die Feuerwehr Niederstetten auch in Zukunft stark, modern und verlässlich bleibt – aus Überzeugung, aus Respekt vor dem Ehrenamt und aus Verantwortung für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.

    • Die Feuerwehr ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe und zentral für die Sicherheit.

    • Flächengemeinde erfordert eine leistungsfähige und gut ausgestattete Feuerwehr.

    • Starkes ehrenamtliches Engagement verdient Anerkennung und Unterstützung.

    • Moderne Fahrzeuge, Geräte und Feuerwehrhäuser sind unverzichtbar.

    • Feuerwehrbedarfsplan ist Grundlage für eine zukunftsfähige Entwicklung.

    • Investitionen in Standorte, Fahrzeuge und Infrastruktur konsequent umsetzen.

    • Sicherheit und moderne Schutzausrüstung haben oberste Priorität.

    • Nachwuchsgewinnung sowie Aus- und Weiterbildung gezielt stärken.

    • Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte aktiv verbessern.

    • Feuerwehrsirenen erhalten und zu Sirenen der Bevölkerungswarnung weiterentwickeln.

    • Ziel ist eine moderne, starke und verlässliche Feuerwehr für Niederstetten.

Gemeinsam für eine moderne und starke Feuerwehr – verlässlich, leistungsfähig und zukunftsorientiert.

Die Feuerwehr Niederstetten steht als Feuerwehr einer großen Flächengemeinde vor besonderen Herausforderungen. Weite Wege, mehrere Teilorte und unterschiedliche Einsatzschwerpunkte verlangen eine leistungsfähige, gut ausgestattete und verlässlich aufgestellte Feuerwehr. Der Brandschutz ist dabei keine freiwillige Aufgabe, sondern eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Städte und Gemeinden. Das Feuerwehrgesetz Baden-Württemberg verpflichtet die Kommunen dazu, eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende Feuerwehr aufzustellen, auszustatten und zu unterhalten, um bei Bränden, Unglücksfällen, Notständen sowie bei der technischen Hilfeleistung wirksam helfen zu können.

Eine starke Mannschaft – Engagement, das Anerkennung verdient

Mit einer starken Gesamtwehr aus zahlreichen Feuerwehrangehörigen, genauer 311 (Stand: 31.12.2025, ohne Kindergruppe Jugendfeuerwehr & Altersmannschaft) an der Zahl – darunter erfreulicherweise auch viele engagierte Frauen – verfügt die Feuerwehr Niederstetten über eine beeindruckende personelle Basis. Dieses Engagement verdient nicht nur Respekt, sondern auch bestmögliche Unterstützung.

Aus eigener Erfahrung: Was unsere Feuerwehr im Einsatz braucht

Als aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Niederstetten weiß ich aus eigener Erfahrung, worauf es im Einsatz ankommt: ausreichend Man- und Women-Power, funktionierende und zeitgemäße Fahrzeuge und Gerätschaften sowie gut ausgestattete Feuerwehrgerätehäuser. Ob bei der Brandbekämpfung, der technischen Hilfeleistung oder bei zunehmenden Herausforderungen wie Hochwasser und Starkregen – unsere Einsatzkräfte müssen sich jederzeit auf ihre Ausrüstung und ihre Rahmenbedingungen verlassen können.

Feuerwehrbedarfsplan als Grundlage für eine zukunftsfähige Entwicklung

Der Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Niederstetten, zuletzt im Jahr 2025 fortgeschrieben, zeigt klar auf, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr dauerhaft zu sichern. Diese Maßnahmen gilt es Schritt für Schritt und mit Augenmaß umzusetzen. Aktuell laufen die Planungen für ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus der Aschbachtalgemeinden Pfitzingen, Herrenzimmern und Rüsselhausen. Nach Bewilligung der beantragten Fördermittel aus dem Ausgleichstock und dem ZFeu-Programm könnte dieses wichtige Projekt bereits im Sommer 2026 in die Umsetzung gehen. Parallel stehen die Beschaffungen von drei neuen TSF-W-Fahrzeugen an, bei denen ebenfalls auf Fördermittel aus dem ZFeu-Programm gesetzt wird. Der Feuerwehrbedarfsplan 2025 ist für alle Interessierten transparent auf der Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Niederstetten einsehbar. (Link für zur Homepage der Feuerwehr).

Weitere Investitionen sichern die Einsatzbereitschaft vor Ort

Neben den bereits umgesetzten Standorten in Vorbachzimmern, Oberstetten, Rinderfeld und dann im Aschbachtal bestehen weitere dringende Bedarfe. Insbesondere die Hauptwache in der Kernstadt sowie das Feuerwehrgerätehaus in Wildentierbach müssen in den kommenden Jahren planerisch und baulich weiterentwickelt werden. Diese Vorhaben und Beschaffungen werde ich als Bürgermeister mit Nachdruck unterstützen und aktiv vorantreiben.

Sicherheit der Einsatzkräfte hat oberste Priorität

Ein besonderes Anliegen ist mir die persönliche Schutzausrüstung unserer Einsatzkräfte. Feuerwehrfrauen und -männer setzen im Einsatz nicht selten ihre eigene Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel, um anderen zu helfen. Es ist unsere Verantwortung als Kommune, dafür zu sorgen, dass sie bestmöglich geschützt sind – mit moderner, vollständiger und zeitgemäßer Ausrüstung. Wer unser Leben rettet, soll am Ende des Einsatzes sicher nach Hause kommen.

Nachwuchs fördern und Tagesverfügbarkeit sichern

Ebenso entscheidend für eine starke Feuerwehr ist die Nachwuchsgewinnung sowie eine hochwertige Aus- und Weiterbildung. Nur durch kontinuierliche Qualifizierung bleibt die Feuerwehr leistungsfähig und einsatzbereit. Die Kinder- und Jugendfeuerwehr Niederstetten leistet hier einen unschätzbaren Beitrag und legt frühzeitig den Grundstein für Engagement, Kameradschaft und Verantwortungsbewusstsein. Nichtsdestotrotz fehlt es insbesondere in der Hauptfeuerwache tagsüber an verfügbaren Einsatzkräften. Hier möchte ich gezielt dafür werben, Arbeitgeber, Selbstständige und Bürgerinnen und Bürger dafür zu gewinnen, das wichtige Engagement im Feuerwehrdienst während des Tagdienstes aktiv zu unterstützen.

Bevölkerungswarnung weiterdenken

Im Zuge der Umstellung auf die digitale Alarmierung ist vorgesehen, die bisherigen Feuerwehrsirenen in den Ortsteilen zurückzubauen. Dies wird in der Bevölkerung zu Recht kritisch gesehen, da eine flächendeckende Bevölkerungswarnung bislang überwiegend über digitale Systeme wie die NINA-Warn-App erfolgt.

Ich möchte dieses Thema bewusst weiterdenken und setze mich dafür ein, bestehende Sirenen zu Sirenen der Bevölkerungswarnung weiterzuentwickeln, die im Brandfall weiterhin genutzt werden können. Dort, wo Sirenen bislang auf privaten Gebäuden installiert sind und dies künftig nicht mehr gewünscht ist, soll eine Verlagerung auf öffentliche Gebäude geprüft werden – im Sinne einer verlässlichen Warnung und der Sicherheit unserer Bevölkerung.