Bestehende Infrastruktur erhalten & beleben!
Niederstetten verfügt über eine starke und vielfältige Infrastruktur. Sie bildet das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Lebens und ist ein wesentlicher Standortfaktor für unsere Stadt und ihre Ortsteile. Diese Infrastruktur gilt es nicht nur zu erhalten, sondern gezielt weiterzuentwickeln und mit Leben zu füllen.
Öffentliche Gebäude und Einrichtungen – bewahren und zukunftsfähig machen
Die Gesamtstadt ist mit ihren öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen grundsätzlich gut aufgestellt. Dennoch ist auch hier ein Sanierungsstau deutlich spürbar. Besonders am Herzen liegt mir die Alte Turnhalle, die als „gute Stube“ unserer Stadt auch künftig als Festhalle erhalten bleiben soll. Damit dies gelingt, muss sie zukunftsfähig gemacht werden. Neben einer modernen technischen Ausstattung und zeitgemäßer Beleuchtung sind insbesondere die Heiz- und Lüftungsanlage auf den neuesten Stand zu bringen. Ziel ist es, entsprechende Förderprogramme – unter anderem aus der Stadtsanierung – konsequent zu nutzen und eine nachhaltige Sanierung umzusetzen.
Neben dem Bildungszentrum stehen auch unsere Sportanlagen, darunter die Großsporthalle, auf der Sanierungsagenda. Hier gilt es sorgfältig zu prüfen, welche Maßnahmen notwendig und unabdingbar sind. Eine realistische Planung ist entscheidend, um zum richtigen Zeitpunkt auf passende Förderprogramme zugreifen zu können.
Klar ist dabei: Nicht alles ist gleichzeitig umsetzbar, und die Eigenmittel müssen finanzierbar bleiben. Als Bürgermeister werde ich mich aktiv dafür einsetzen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und – wenn nötig – auch einzelne Maßnahmen schrittweise umzusetzen.
Freianlagen – Potenziale nutzen und Begegnung schaffen
Die Stadt Niederstetten verfügt über zahlreiche und vielfältige Freianlagen. Ein besonderes Beispiel ist der Naturstadtpark „Schloßberg“. Die vor Jahrzehnten liebevoll angelegte Anlage wird heute leider viel zu selten genutzt oder belebt. Das möchte ich ändern. Gemeinsam mit unseren örtlichen Vereinen lassen sich dort Veranstaltungen und Begegnungsangebote für Bürgerinnen und Bürger organisieren – gerne auch unter der Woche. Auch meine Online-Umfrage zeigt deutlich, dass sich viele Menschen mehr Angebote für sich selbst wünschen, beispielsweise ein Afterwork-Format am Schloßberg. Mit Fördermöglichkeiten wie LEADER kann zudem fehlende Infrastruktur ergänzt und weiterentwickelt werden.
Ortsteile stärken – Infrastruktur kontinuierlich weiterentwickeln
In den vergangenen Jahren wurde in einzelnen Ortsteilen bereits in die Infrastruktur öffentlicher Gebäude investiert. Diese Entwicklung gilt es fortzusetzen – mit Hilfe des Förderprogramms Entwicklung Ländlicher Raum (ELR) und weiterer Fördertöpfe. Dabei müssen Finanzierung, Prioritäten und die Abwägung mit anderen Maßnahmen stets im Blick behalten werden.
Auch unser Flugplatz bietet neben dem Geschäfts- und Privatflugbetrieb großes Potenzial. Er eröffnet die Möglichkeit, größere Veranstaltungen durchzuführen. Gerade junge Menschen wünschen sich zusätzliche Angebote neben dem klassischen Kulturprogramm. Diesen Wunsch nehme ich sehr ernst. Bereits im Jahr 2001 fand dort das letzte Konzert statt. Mit Unterstützung einer Konzertagentur und örtlicher Vereine könnte dies wieder möglich werden. Langfristig ließe sich so vielleicht auch eine zusätzliche Einnahmequelle für unsere Flugplatz GmbH schaffen.
Straßen, Wege und Plätze – Substanz erhalten und vorausschauend planen
Die Stadt Niederstetten unterhält rund xxx km Gemeindeverbindungsstraßen sowie ein etwa xxx km umfassendes Feldwegenetz. Die Instandhaltung und Pflege dieser Infrastruktur ist eine anspruchsvolle Daueraufgabe, die ich aus meiner täglichen kommunalen Arbeit sehr gut kenne. Dafür braucht es eine verlässliche jährliche Bereitstellung finanzieller Mittel. Nur so lassen sich Maßnahmen über mehrere Jahre hinweg sinnvoll planen und Ziele klar definieren.
In den Ortsteilen sind wir dabei auf die Unterstützung der Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher angewiesen. Gemeinsam mit den Ortsdiensten sorgen sie für den Unterhalt der Wege – etwa durch Grabenpflege, Bankettarbeiten oder Mulch- und Gehölzarbeiten entlang der Strecken. Für viele Hauptwirtschaftswege können zudem Fördermittel aus dem Programm Modernisierung ländlicher Wege (MoLWe) beantragt werden. Diese Möglichkeit sollte aus meiner Sicht konsequent und kontinuierlich genutzt werden. Ergänzend kann die Einrichtung von Wegeunterhaltungsvereinen eine sinnvolle Option sein, die gemeinsam mit den Ortschaften weiterentwickelt werden sollte.
Innenstadt und Ortsteile – Schritt für Schritt weiterentwickeln
Nach der Sanierung der Langen Gasse stehen weitere Maßnahmen in der Innenstadt an. Der Gemeinderat hat die Entwicklung und Neugestaltung des Römerplatzes in der Römergasse in den Fokus gerückt. Diese Maßnahme habe ich bereits planerisch begleitet und freue mich darauf, sie als Bürgermeister umzusetzen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil unseres Stadtsanierungsprogramms „Stadtkern II“.
Darüber hinaus warten auch weitere Wohnstraßenzüge auf ihre Sanierung. Neben dem Neuweiler, der in diesem Jahr umgesetzt werden soll, steht auch der Meisenweg auf der Agenda. Neben dem Straßenbau werden dabei auch die Ver- und Entsorgungsleitungen berücksichtigt. Auch in den Ortsteilen stehen Maßnahmen an, unter anderem in Oberstetten, Vorbachzimmern und Wolkersfelden.
Kreis- und Landesstraßen – Interessen unserer Stadt vertreten
Auf dem Gebiet der Kreis- und Landesstraßen bin ich durch meine Erfahrung im Kreistag und meine Mitarbeit in der Straßenbaukommission eng eingebunden. In den vergangenen zwei Jahren konnte eine Kehrtwende eingeleitet werden, sodass der südliche Landkreis stärker berücksichtigt wird. Im Rahmen des Deckenprogramms investiert der Landkreis jährlich erhebliche Mittel in die Kreisstraßen. So erhielt im vergangenen Jahr die K2853 von der B290 bis zur Ortsmitte Adolzhausen eine neue Straßendecke. Für 2026 ist der zweite Abschnitt von der Ortsmitte bis zum Knotenpunkt K2856 Pfitzingen / Niederstetten vorgesehen. Auch die Vollsanierungen weiterer Kreisstraßen sind in Planung, darunter die K2891 Wildentierbach – Kreisgrenze.
Als Kreistagsmitglied konnte ich zudem erreichen, dass die Landesstraße L1020 von Niederstetten (ab Munitionsdepot) über Wildentierbach bis nach Rinderfeld auf die Umsetzungsliste für eine Deckensanierung gesetzt wurde. Die Ausführung ist bereits für dieses Jahr vorgesehen. Ein gutes Vertrauensverhältnis zur Landkreisverwaltung und zum Regierungspräsidium ist dabei entscheidend – dieses möchte ich als Bürgermeister weiter ausbauen und intensivieren.
Abwasserbeseitigung neu gedacht – Verantwortung für Umwelt und Zukunft
Mit dem anstehenden Großprojekt – dem Anschluss der Kläranlage Rinderfeld über eine Druckleitung nach Wildentierbach an das Netz der Sammelkläranlage Vorbachzimmern – schafft die Stadt eine zukunftsfähige und umweltgerechte Lösung der Abwasserbeseitigung. Die Gesamtmaßnahme inklusive des Neubaus eines zusätzlichen Nachklärbeckens umfasst ein Investitionsvolumen von rund xxx Millionen Euro und wird mit 80 % durch das Land Baden-Württemberg gefördert.
„Eine moderne Abwasserbeseitigung schützt unsere Gewässer, unsere Umwelt und die Lebensqualität kommender Generationen.“
Mir ist es ein großes Anliegen, dieses Projekt konsequent voranzubringen, die Planung in die Umsetzung zu führen und die Baumaßnahme als Bürgermeister aktiv zu begleiten.
Als Bürgermeister werde ich mich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass Niederstetten seine bestehende Infrastruktur nicht nur erhält, sondern sie verantwortungsvoll weiterentwickelt, belebt und nachhaltig für kommende Generationen sichert.