Infrastruktur
erhalten & beleben!
Als Bürgermeister werde ich mich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass Niederstetten seine bestehende Infrastruktur nicht nur erhält, sondern sie verantwortungsvoll weiterentwickelt, belebt und nachhaltig für kommende Generationen sichert.
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Eine starke Infrastruktur ist Rückgrat und Standortfaktor für Niederstetten.
Öffentliche Gebäude erhalten, sanieren und zukunftsfähig weiterentwickeln.
Förderprogramme gezielt nutzen und Maßnahmen realistisch priorisieren.
Freianlagen beleben und als Orte der Begegnung stärker nutzen.
Infrastruktur in den Ortsteilen kontinuierlich weiterentwickeln.
Straßen, Wege und Plätze substanzsichernd und vorausschauend unterhalten.
Innenstadt und Wohnquartiere Schritt für Schritt modernisieren.
Friedhöfe bedarfsgerecht, barrierefrei und gemeinsam mit den Ortschaften gestalten.
Öffentlichen Nahverkehr barrierefrei, verlässlich und zukunftsfähig ausbauen.
Kreis- und Landesstraßen aktiv vertreten und Sanierungen voranbringen.
Breitband- und Mobilfunkausbau für alle Ortsteile entschlossen vorantreiben.
Abwasserbeseitigung nachhaltig modernisieren und Umwelt schützen.
Ziel ist eine zukunftsfähige, lebendige und leistungsstarke Infrastruktur für alle Generationen.
Niederstetten verfügt über eine starke und vielfältige Infrastruktur. Sie bildet das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Lebens und ist ein wesentlicher Standortfaktor für unsere Stadt und ihre Ortsteile. Diese Infrastruktur gilt es nicht nur zu erhalten, sondern gezielt weiterzuentwickeln und mit Leben zu füllen.
Öffentliche Gebäude und Einrichtungen – bewahren und zukunftsfähig machen
Die Gesamtstadt ist mit ihren öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen grundsätzlich gut aufgestellt. Dennoch ist auch hier ein Sanierungsstau deutlich spürbar. Besonders am Herzen liegt mir unsere Alte Turnhalle, die als Festhalle unserer Stadt auch weiterhin attraktiv bleiben soll. Damit dies gelingt, muss sie zukunftsfähig gemacht werden. Neben einer modernen technischen Ausstattung und zeitgemäßer Beleuchtung sind insbesondere die Heiz- und Lüftungsanlage auf den neuesten Stand zu bringen. Ziel ist es, entsprechende Förderprogramme – unter anderem aus der Stadtsanierung – konsequent zu nutzen und eine nachhaltige Sanierung umzusetzen.
Neben dem Bildungszentrum stehen auch unsere Sportanlagen, darunter die Großsporthalle, auf der Sanierungsagenda. Hier gilt es sorgfältig zu prüfen, welche Maßnahmen notwendig und unabdingbar sind. Eine realistische Planung ist entscheidend, um zum richtigen Zeitpunkt auf passende Förderprogramme zugreifen zu können.
Klar ist dabei: Nicht alles ist gleichzeitig umsetzbar, und die Eigenmittel müssen finanzierbar bleiben. Als Bürgermeister werde ich mich aktiv dafür einsetzen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und – wenn nötig – auch einzelne Maßnahmen schrittweise umzusetzen.
Freianlagen – Potenziale nutzen und Begegnung schaffen
Die Stadt Niederstetten verfügt über zahlreiche und vielfältige Freianlagen. Ein besonderes Beispiel ist der Naturstadtpark „Schloßberg“. Die vor Jahrzehnten liebevoll angelegte Anlage wird heute leider viel zu selten genutzt oder belebt. Das möchte ich ändern. Gemeinsam mit unseren örtlichen Vereinen lassen sich dort Veranstaltungen und Begegnungsangebote für Bürgerinnen und Bürger organisieren – gerne auch unter der Woche. Auch meine Online-Umfrage zeigt deutlich, dass sich viele Menschen mehr Angebote für sich selbst wünschen, beispielsweise ein Afterwork-Format am Schloßberg. Mit Fördermöglichkeiten wie LEADER kann zudem fehlende Infrastruktur ergänzt und weiterentwickelt werden.
Ortsteile stärken – Infrastruktur kontinuierlich weiterentwickeln
In den vergangenen Jahren wurde in einzelnen Ortsteilen bereits in die Infrastruktur öffentlicher Gebäude investiert. Diese Entwicklung gilt es fortzusetzen – mit Hilfe des Förderprogramms Entwicklung Ländlicher Raum (ELR) und weiterer Fördertöpfe. Dabei müssen Finanzierung, Prioritäten und die Abwägung mit anderen Maßnahmen stets im Blick behalten werden.
Auch unser Flugplatz bietet neben dem Geschäfts- und Privatflugbetrieb großes Potenzial. Er eröffnet die Möglichkeit, größere Veranstaltungen durchzuführen. Gerade junge Menschen wünschen sich zusätzliche Angebote neben dem klassischen Kulturprogramm. Diesen Wunsch nehme ich sehr ernst. Im Jahr 2001 fand dort das letzte Konzert statt. Mit Unterstützung einer Konzertagentur und örtlicher Vereine könnte dies wieder möglich werden. Langfristig ließe sich so vielleicht auch eine zusätzliche Einnahmequelle für unsere Flugplatz GmbH schaffen.
Straßen, Wege und Plätze – Substanz erhalten und vorausschauend planen
Die Stadt Niederstetten unterhält rund 60 km Gemeindeverbindungsstraßen sowie ein etwa 470 km umfassendes Feldwegenetz. Die Instandhaltung und Pflege dieser Infrastruktur ist eine anspruchsvolle Daueraufgabe, die ich aus meiner täglichen kommunalen Arbeit sehr gut kenne. Dafür braucht es eine verlässliche jährliche Bereitstellung finanzieller Mittel. Nur so lassen sich Maßnahmen über mehrere Jahre hinweg sinnvoll planen und Ziele klar definieren.
In den Ortsteilen sind wir dabei auf die Unterstützung der Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher angewiesen. Gemeinsam mit den Ortsdiensten sorgen sie für den Unterhalt der Wege – etwa durch Grabenpflege, Bankettarbeiten oder Mulch- und Gehölzarbeiten entlang der Strecken. Für viele Hauptwirtschaftswege können zudem Fördermittel aus dem Programm Modernisierung ländlicher Wege (MoLWe) beantragt werden. Diese Möglichkeit sollte aus meiner Sicht konsequent und kontinuierlich genutzt werden. Ergänzend kann die Einrichtung von Wegeunterhaltungsvereinen eine sinnvolle Option sein, die gemeinsam mit den Ortschaften weiterentwickelt werden sollte.
Innenstadt und Ortsteile – Schritt für Schritt weiterentwickeln
Nach der Sanierung der Langen Gasse stehen weitere Maßnahmen in der Innenstadt an. Der Gemeinderat hat die Entwicklung und Neugestaltung des Römerplatzes in der Römergasse in den Fokus gerückt. Diese Maßnahme habe ich bereits planerisch begleitet und freue mich darauf, sie als Bürgermeister umzusetzen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil unseres Stadtsanierungsprogramms „Stadtkern II“.
Darüber hinaus warten auch weitere Wohnstraßenzüge auf ihre Sanierung. Neben dem Neuweiler, der in diesem Jahr umgesetzt werden soll, steht auch der Meisenweg auf der Agenda. Neben dem Straßenbau werden dabei auch die Ver- und Entsorgungsleitungen berücksichtigt. Auch in den Ortsteilen stehen Maßnahmen an, unter anderem in Oberstetten, Vorbachzimmern und Wolkersfelden. Mehr Informationen und Ziele für die Ortsteile und die Kernstadt finden Sie auf der eigenen Themenseite.
Unsere Friedhöfe – Orte des Gedenkens und der Begegnung
Unsere Friedhöfe sind wichtige Orte des Abschieds, der Erinnerung und der Ruhe. In den vergangenen Jahren wurden auf allen Friedhöfen neue Bestattungsformen integriert, darunter pflegearme Urnen- und Sarggräber, neu angelegte Rasengrabfelder sowie Baumgrabfelder, die inzwischen auf einem Großteil unserer Friedhöfe angeboten werden. Mir ist wichtig, dass wir diese Entwicklung auch künftig gemeinsam mit den Ortschaften gestalten und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger einbeziehen. Insbesondere auf dem Friedhof in Niederstetten besteht noch Handlungsbedarf in Bezug auf die Barrierefreiheit. Dies möchte ich aktiv vorantreiben, damit unsere Friedhöfe für alle Menschen gut zugänglich bleiben.
ÖPNV neu gedacht - mobil, barrierefrei und zukunftsfähig
Ein leistungsfähiger öffentlicher Personennahverkehr ist ein zentraler Baustein moderner Daseinsvorsorge – gerade im ländlichen Raum. Ich möchte den ÖPNV in Niederstetten aktiv unterstützen und weiterentwickeln. Dabei kann ich auf meine Erfahrung sowie auf meine engen Verbindungen und kurzen Wege im Kreistag zurückgreifen.
Der Bahnhof Niederstetten ist einer der letzten noch nicht sanierten und nicht barrierefreien Bahnhöfe entlang der Taubertal-/Vorbachtalstrecke der Westfrankenbahn. Dies ist für viele Bürgerinnen und Bürger, insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen, Familien und ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein erheblicher Nachteil. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die notwendige Modernisierung und Barrierefreiheit mit Nachdruck vorangebracht wird.
Auch im Bereich des Busverkehrs sehe ich Handlungsbedarf. Busverbindungen z.B. aus der Sperrlohe sollten so gestaltet sein, dass sie den dort wohnhaften Schülerinnen und Schülern zugutekommen können. Darüber hinaus braucht es eine tragfähige, langfristige Lösung für den Kindergartenbus, die sowohl den Bedürfnissen der Familien als auch den organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen gerecht wird.
Als Bürgermeister möchte ich diese Themen aktiv vorantreiben, bestehende Angebote verbessern und gemeinsam mit Landkreis, Verkehrsunternehmen und allen Beteiligten praktikable Lösungen für eine zukunftsfähige Mobilität in Niederstetten entwickeln.
Kreis- und Landesstraßen – Interessen unserer Stadt vertreten
Auf dem Gebiet der Kreis- und Landesstraßen bin ich durch meine Erfahrung im Kreistag und meine Mitarbeit in der Straßenbaukommission eng eingebunden. In den vergangenen zwei Jahren konnte eine Kehrtwende eingeleitet werden, sodass der südliche Landkreis stärker berücksichtigt wird. Im Rahmen des Deckenprogramms investiert der Landkreis jährlich erhebliche Mittel in die Kreisstraßen. So erhielt im vergangenen Jahr die K2853 von der B290 bis zur Ortsmitte Adolzhausen eine neue Straßendecke. Für 2026 ist der zweite Abschnitt von der Ortsmitte bis zum Knotenpunkt K2856 Pfitzingen / Niederstetten vorgesehen. Auch die Vollsanierungen weiterer Kreisstraßen sind in Planung, darunter die K2891 Wildentierbach – Kreisgrenze.
Als Kreistagsmitglied konnte ich zudem erreichen, dass die Landesstraße L1020 von Niederstetten (ab Munitionsdepot) über Wildentierbach bis nach Rinderfeld auf die Umsetzungsliste für eine Deckensanierung gesetzt wurde. Die Ausführung ist bereits für dieses Jahr vorgesehen. Ein gutes Vertrauensverhältnis zur Landkreisverwaltung und zum Regierungspräsidium ist dabei entscheidend – dieses möchte ich als Bürgermeister weiter ausbauen und intensivieren.
Breitband- und Mobilfunkausbau – digitale Infrastruktur für alle
Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute ebenso wichtig wie Straßen, Wasser oder Energie. Der geplante privatwirtschaftliche Breitbandausbau durch die BBV Deutschland wurde im Main-Tauber-Kreis gestoppt. Damit ist klar: Für den Ausbau der Glasfaseranschlüsse braucht es nun neue, tragfähige Lösungen. In vielen Bereichen fehlt insbesondere die sogenannte „letzte Meile“ – also die Anbindung von den Verteilerkästen bis in die einzelnen Haushalte. Genau hier möchte ich mich weiterhin mit Nachdruck einsetzen, um den flächendeckenden Glasfaserausbau in Niederstetten und seinen Ortsteilen voranzubringen.
Auch beim Mobilfunkausbau besteht weiterhin Handlungsbedarf. In den Ortsteilen Wermutshausen und Oberstetten ist die Mobilfunkversorgung nach wie vor unzureichend. Bisher von den Ortschaften vorgeschlagene Standorte konnten aus wirtschaftlichen Gründen nicht realisiert werden. Deshalb gilt es nun, gemeinsam nach alternativen Lösungen zu suchen. Eine mögliche Option ist die Installation von Mobilfunkantennen auf öffentlichen Gebäuden. Diese Ansätze möchte ich gemeinsam mit den Ortschaften weiter erörtern, um eine technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich tragfähige Lösung zu finden.
Als Bürgermeister setze ich mich dafür ein, dass alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig vom Wohnort – von schnellem Internet und zuverlässigem Mobilfunk profitieren können.
Abwasserbeseitigung neu gedacht – Verantwortung für Umwelt und Zukunft
Mit dem anstehenden Großprojekt – dem Anschluss der Kläranlage Rinderfeld über eine Druckleitung nach Wildentierbach an das Netz der Sammelkläranlage Vorbachzimmern – schafft die Stadt eine zukunftsfähige und umweltgerechte Lösung der Abwasserbeseitigung. Die Gesamtmaßnahme inklusive des Neubaus eines zusätzlichen Nachklärbeckens umfasst ein Investitionsvolumen von rund 6,5 Millionen Euro und wird mit 80 % durch das Land Baden-Württemberg gefördert.
„Eine moderne Abwasserbeseitigung schützt unsere Gewässer, unsere Umwelt und die Lebensqualität kommender Generationen.“
Mir ist es ein großes Anliegen, dieses Projekt konsequent voranzubringen, die Planung in die Umsetzung zu führen und die Baumaßnahme als Bürgermeister aktiv zu begleiten.