Landwirtschaft wertschätzen!
Als Bürgermeister möchte ich mich dafür einsetzen, dass Landwirtschaft, Weinbau, Forstwirtschaft und Jagd in Niederstetten die Anerkennung und Unterstützung erhalten, die sie verdienen – als wirtschaftliche Grundlage, als Landschaftspfleger und als unverzichtbarer Teil unserer Heimat und Identität.
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Landwirtschaft ist ein zentraler Pfeiler des ländlichen Raums und der Versorgung.
Eigene Erfahrung schafft Verständnis für die Herausforderungen der Betriebe.
Landwirte leisten einen wichtigen Beitrag zu Ernährung, Landschaft und Heimatpflege.
Kommunale Rahmenbedingungen müssen Landwirtschaft aktiv unterstützen.
Gute Wegeinfrastruktur und Unterstützung bei Bauvorhaben sind entscheidend.
Direktvermarktung regionaler Produkte gezielt stärken und sichtbarer machen.
Weinbau und Forstwirtschaft prägen Kulturlandschaft und verdienen Förderung.
Nachhaltige Waldpflege und zukunftsfähiger Umbau des Stadtwaldes sichern Stabilität.
Jagd ist wichtig für den Ausgleich zwischen Wild, Wald und Landwirtschaft.
Dialog zwischen Landwirtschaft, Jagd, Forst und Kommune aktiv fördern.
Ziel ist Respekt, Anerkennung und Unterstützung für unsere ländliche Betriebe.
Warum mir die Landwirtschaft am Herzen liegt - Respekt und Unterstützung
Die Landwirtschaft ist ein tragender Pfeiler unseres ländlichen Raums – sie sichert unsere Ernährung, prägt unsere Kulturlandschaft und hält Tradition und Zukunft in einem verantwortungsvollen Gleichgewicht.
Landwirtschaft aus eigener Erfahrung – verstehen, was Betriebe bewegt
Ich selbst bin auf dem Vollerwerbsbetrieb meiner Eltern aufgewachsen und habe dort meine Jugend verbracht. Tagtäglich habe ich die Herausforderungen der Landwirtschaft unmittelbar miterlebt – insbesondere in der Schweinehaltung: sich ständig ändernde Vorschriften, notwendige Umbauten, Preisverfall am Markt und bei ungünstigen Witterungsperioden auch sinkende Erträge auf den Feldern. Ich kenne die Sorgen und Probleme, mit denen unsere Landwirtinnen und Landwirte konfrontiert sind, ausgelöst durch die ständig wandelnde Agrarpolitik in Deutschland und Europa. Viele Betriebe müssen sich immer wieder neu aufstellen, neue Geschäftsbereiche erschließen und große unternehmerische Risiken eingehen, um bestehen zu können.
Rahmenbedingungen schaffen – Wertschätzung praktisch leben
Als Kommune haben wir auf die großen politischen Rahmenbedingungen nur begrenzten Einfluss. Nichtsdestotrotz ist es unsere Aufgabe, die Landwirtschaft vor Ort bestmöglich zu unterstützen und vor allem wertzuschätzen. Unsere Landwirtinnen und Landwirte produzieren hochwertige Lebensmittel für uns alle. Darüber hinaus leisten sie einen unschätzbaren Beitrag zur Pflege unserer Heimat: Durch Beweidung und Mahd ehemaliger Weinberge, etwa im Vorbachtal, erhalten sie eine vielfältige und attraktive Naturlandschaft, die unsere Region prägt und lebenswert macht.
Deshalb gilt es, die besten Voraussetzungen für wirtschaftlich tragfähige und zugleich nachhaltige Landwirtschaftsbetriebe zu sichern. Hier kann und muss die Kommune ihren Teil beitragen. Ein gut ausgebautes und unterhaltenes Wegenetz ist ebenso wichtig wie die Unterstützung bei Bauvorhaben zur Weiterentwicklung der Betriebe. Gerade bei der Generationenübergabe sind verlässliche kommunale Rahmenbedingungen ein entscheidender Baustein für zukunftsfähige Höfe. Landwirtschaft bedeutet heute weit mehr als Ackerbau und Viehzucht: Landwirte sind Unternehmer, Buchhalter, Bürofachleute, Handwerker, Umweltmanager, Techniker und nicht zuletzt Vermarkter ihrer eigenen Produkte.
Gerne möchte ich den Verkauf direkt produzierter Lebensmittel hier vor Ort in Niederstetten weiter fördern. Der Grüne Markt in der Kernstadt an jedem Samstag ist dafür eine sehr gute Einrichtung. Diese verdient mehr Öffentlichkeitsarbeit und Werbung, um regionale Produkte sichtbarer zu machen und die Wertschätzung für ihre Erzeuger weiter zu stärken.
Weinbau & Forstwirtschaft gehören ebenso dazu
Neben der klassischen Landwirtschaft sind auch unsere Winzer und die Forstwirtschaft ein wichtiger Grundstein für unsere Landschaft. Der Weinbau in Niederstetten nimmt leider zunehmend ab. Für viele Betriebe, meist im Nebenerwerb, bleibt er dennoch ein bedeutender Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Die Steilhänge mit ihren noch vorhandenen Steinriegeln im Vorbachtal, aber auch bei Ebertsbronn, zeigen eindrucksvoll, was hier einst und immer noch angebaut, produziert und vermarktet wird.
Ebenso brauchen unsere Wälder eine fachgerechte Pflege für einen nachhaltigen und stabilen Bestand. Rund zehn Prozent der Gesamtgemarkung Niederstettens sind bewaldet – etwa 1.070 Hektar. Ziel muss es sein, diesen Wald zu erhalten, zu pflegen und zukunftsfähig umzubauen. Dies hat zuletzt auch die Zehn-Jahres-Planung des Forstreviers Vorbach für unseren Stadtwald deutlich gemacht.
Jagd im Einklang mit Natur und Landwirtschaft
Auch die Jagd ist für mich ein wichtiger Bestandteil unseres ländlichen Raums. Und so auch für unser Steide. Sie trägt maßgeblich dazu bei, das Gleichgewicht zwischen Wildbestand, Wald und Landwirtschaft zu erhalten und Wildschäden auf Feldern und in unseren Wäldern zu begrenzen. Mir ist eine verantwortungsvolle, waidgerechte Jagd wichtig, die sich an den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort orientiert. Als Kommune und als Bürgermeister möchte ich den offenen Austausch zwischen Jägerschaft, Landwirten, Forst und Verwaltung aktiv fördern. Nur im gemeinsamen Miteinander lassen sich praktikable Lösungen finden, die unsere Kulturlandschaft erhalten und zugleich den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht werden. Die Jagd verdient dabei Anerkennung als unverzichtbarer Teil einer nachhaltigen Nutzung unserer Heimat.