Klare Ziele für Niederstetten: Wirtschaft, Bildung, Bürgernähe
Bürgermeisterkandidat Sebastian Mayer stellte sich nach Veranstaltungen in den Ortsteilen nun auch in der Kernstadt Niederstetten vor. © Michael Weber-Schwarz
Presseartikel der Fränkischen Nachrichten vom 11.02.2026 zum Bürgerdialog in Niederstetten
Sebastian Mayer stellt bei Wahlkampfveranstaltung in Niederstetten seine Ziele vor: Schulstandort sichern, Wirtschaft stärken, Verwaltung modernisieren.
Niederstetten. Den Schulstandort Niederstetten sichern – für Sebastian Mayer ist das eines der zentralen Themen seiner Kandidatur. Im „Kult“ stellte der parteilose Bürgermeisterkandidat vor voll besetztem Haus sein Wahlkampfprogramm vor und suchte nach dem Schlussapplaus den Dialog mit den Bürgern, die auch kritische Fragen stellten.
„Heimat im Herzen – Steide gemeinsam gestalten“ – mit diesem bewusst dialektgefärbten Motto eröffnete der Bauamtsleiter im Niederstettener Rathaus seinen Impulsvortrag. Seine tiefe Verbundenheit mit der Heimatkommune, der Landwirtschaft, den örtlichen Vereinen und der Feuerwehr sei für ihn Antrieb, sich um das Amt des Bürgermeisters zu bewerben. Niederstetten solle raus aus den Negativschlagzeilen und wieder selbstbewusst auftreten. „Liebens- und lebenswert“ seien Stadt, Ortsteile und Wohnplätze – das müsse man auch offensiv vermitteln.
Weiten Themenbogen gespannt
Mayer verwies auf seine fachlichen Grundlagen: Verwaltungsausbildung, Fachwirt, Sachgebietsleiter in der Bauverwaltung, seit 2022 Amtsleiter sowie seit 2024 auch Kreistagsabgeordneter mit Arbeitsschwerpunkten in der Straßenbaukommission sowie in Bildung und Kultur. Er kenne nicht nur die örtlichen Strukturen, sondern auch die Entscheidungswege – gerade dort, wo es um finanzielle Weichenstellungen gehe, etwa im Kreistag.
Inhaltlich spannte Mayer einen weiten Bogen. Neben der Sanierung der Schule – „da müssen wir ran“ – und verlässlichen, attraktiven Kindergärten nannte er die Weiterentwicklung von Kernstadt und Ortsteilen. Diese gelte es „mitzunehmen und zu stärken“. Beim Bauen setze er auf einen „gesunden Mix aus Innen- und Außenentwicklung“ sowie auf moderat ausgewiesene Bauplätze.
„Aktiv auf Investoren zugehen“
Ein Schwerpunkt lag auf Wirtschaft, Handwerk und Gewerbe. „Gewerbetreibende fallen nicht vom Himmel“, sagte Mayer. Hier habe man in den vergangenen Jahren zu wenig getan. Er wolle aktiv auf Investoren zugehen und sich im Regionalverband stärker positionieren, um beispielsweise auf der „Heide“ Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Wirtschaftsförderung sei für ihn Chefsache.
Auch die Verwaltung nahm der Kandidat in den Blick. Sie müsse effizient, transparent und dienstleistungsorientiert arbeiten – „da mangelt es“. Digitalisierung statt „Blätterwirtschaft“ sei notwendig, zugleich dürften ältere Bürger nicht abgehängt werden. Moderne Strukturen und Bürgernähe müssten Hand in Hand gehen.
Weitere Themen reichten vom Straßenbau über den Glasfaserausbau – „Niederstetten muss vorne mit dabei sein“ – bis hin zur geplanten Sammelkläranlage, bei der „bis Oktober etwas gehen“ müsse. Feuerwehr, Landwirtschaft, Natur, Tourismus, Vereine, Familien und Fachärzte gehörten für ihn ebenso zu einem zukunftsfähigen Niederstetten. Die Stadt sei besser als ihr Ruf – man müsse jedoch „unser Angebot besser präsentieren“, um zu zeigen, „wie gut das Leben hier ist“.
Mit „Wahrheit und Klarheit“
Als Verwaltungschef wolle er „Vollgas geben“ – mit einem Finanzhaushalt, „in dem sich Gemeinderat, Ortsvorsteher und Bürgermeister wiederfinden“. Grundlage erfolgreicher Zusammenarbeit seien „Wahrheit und Klarheit“ sowie „Weitblick und Vision“. Mit 13 Jahren Verwaltungserfahrung könne er „direkt starten“. Realistisch bleibe er dennoch: „Ich kann keine Wunder vollbringen, aber ich kann mich mit voller Kraft einsetzen.“
Im anschließenden Bürgerdialog wurden unter anderem der Radweg Richtung Kaiserstraße, das Bildungszentrum, die ehrliche Haltung gegenüber Bürgern und Gemeinderat sowie die Digitalisierung im Rathaus diskutiert. Diese müsse „von oben gelebt werden“, betonte Mayer. Angestellte müsse man überzeugen, Konflikte respektvoll lösen. Beim geplanten Baugebiet an der Bahnhofstraße wolle er für Beschleunigung sorgen. In der öffentlichen Kommunikation gebe es „Nachholbedarf“. Bürgerorientierte Projekte sollten künftig stärker unter Einbindung der Einwohner entwickelt werden.
Nach der Plenumsrunde nutzten viele Besucher die Gelegenheit zum persönlichen Austausch in Kleingruppen.
mrz - Erschienen am 13.02.2026,
in den Fränkischen Nachrichten