Schulstandort sichern!

Als Bürgermeister will ich mich mit voller Überzeugung und persönlichem Einsatz für unser Bildungszentrum einsetzen – weil ich weiß, was dieser Ort für Generationen von Kindern bedeutet hat und auch in Zukunft bedeuten soll. Gemeinsam können wir ihn erhalten, weiterentwickeln und zu einem starken Fundament für die Zukunft unserer Stadt machen.

    • Das Bildungszentrum Niederstetten ist ein zentraler Bildungs- und Standortfaktor für Stadt, Familien und Wirtschaft.

    • Der bestehende Sanierungsstau erfordert jetzt entschlossenes und zügiges Handeln.

    • Die laufende Sanierungsplanung muss schnell abgeschlossen und gemeinsam umgesetzt werden.

    • Fördermittel sind zu beantragen, damit zu sichern und auch abzurufen.

    • Die Schule muss organisatorisch auf die Ganztagesbetreuung ab dem Schuljahr 2026/2027 vorbereitet werden.

    • Am BZN sind Realschul- und Hauptschulabschluss möglich – diese Chancen müssen besser bekannt gemacht werden.

    • Eine engagierte Schulleitung sowie motivierte Lehrkräfte sind dafür unverzichtbar.

    • Schulsozialarbeit und verlässliche Ferienbetreuung gehören fest zu einem modernen Schulstandort.

    • Ein starkes Bildungszentrum sichert Fachkräfte, stärkt die regionale Wirtschaft und die Zukunft Niederstettens.

    • Schüleraustausch mit unserer Partnerstadt Le Plessis-Bouchard stärkt Offenheit, Sprache und Zusammenhalt.

    • Enge Zusammenarbeit mit Vereinen und der Musikschule Hohenlohe bereichert das Nachmittags-AG-Angebot.

    • Der Freundeskreis unterstützt Projekte und bereichert das Schulleben mit großem Engagement. Dieses Herzblut habe ich bei der Jahreshauptversammlung erlebt – dies gilt es aktiv zu unterstützen.

    • Schulbauernhof Pfitzingen erhalten und notwendige Sanierungen am „Schlößle“ voranbringen.

    • Bildungszentrum und Schulbauernhof stärker miteinander vernetzen.

Das Bildungszentrum für die Zukunft stark machen!

Das Bildungszentrum Niederstetten (BZN) ist für mich weit mehr als nur ein Schulgebäude. Es ist ein Ort, der mich seit meiner eigenen Schulzeit begleitet hat. Hier habe ich die Grundschule besucht und anschließend meinen Abschluss an der Realschule gemacht. Ich kenne die Räumlichkeiten, ihre Stärken – aber auch ihre Schwächen – aus eigener Erfahrung.

Ja, es gibt einen Sanierungsstau. Diesen dürfen wir nicht länger ignorieren. Vielmehr ist es jetzt entscheidend, entschlossen zu handeln und die notwendigen Schritte zügig umzusetzen, um den Schulstandort langfristig zu sichern und zukunftsfähig aufzustellen.

Sanierungsplanung zügig voranbringen - Fördermittel sichern

Aktuell befindet sich die Sanierungsplanung in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren für Architekten sowie für Fachplaner der Bereiche Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro. Dieses Verfahren gilt es nun schnellstmöglich und sorgfältig abzuschließen, damit wir zeitnah in die konkrete Planungsphase einsteigen können. Genau hier sehe ich meine Aufgabe: Mit meinem Wissen und meiner Begeisterung für öffentliche Bauten möchte ich diesen Prozess aktiv begleiten und unterstützen.

Der Stadt Niederstetten stehen hierfür 3,3 Mio. € aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes („Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität“) zur Verfügung, das für zusätzliche Investitionen in Infrastruktur- und Bildungsbauten eingerichtet wurde. Darüber hinaus muss sich die Stadt um Mittel aus dem Ausgleichstock des Landes Baden-Württemberg bewerben, einem Förderinstrument zur Unterstützung leistungsschwacher Gemeinden bei der Schaffung notwendiger kommunaler Einrichtungen. Parallel gilt es, Anträge im Rahmen der Schulbauförderung des Landes Baden-Württemberg – der Landesförderprogramme zum Schulhausbau und zu Schulsanierungen, welche vor Kurzem neu aufgelegt worden sind – zu stellen, um ergänzende Landesmittel für die Sanierungsmaßnahme zu sichern.

Eine erfolgreiche Sanierung kann jedoch nur gelingen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Planung muss im engen Zusammenspiel zwischen Schulträger, Schulleitung, Lehrkräften und Nutzern erfolgen. Nur wenn die Bedürfnisse des Schulalltags ernst genommen und von Anfang an berücksichtigt werden, entsteht ein Ergebnis, das langfristig trägt. Nur gemeinsam können wir diesen wichtigen Schritt erfolgreich gehen.

Ganztagesbetreuung ab 2026 mitdenken

Auch mit Blick auf die ab 2026 geltende verpflichtende Ganztagesbetreuung an Schulen muss die Sanierung genutzt werden, um Räume, Abläufe und pädagogische Konzepte neu zu denken und das Bildungszentrum baulich wie inhaltlich auf diese wichtige Aufgabe vorzubereiten.

Starke Führung für einen starken Standort

Doch so wichtig die bauliche Sanierung auch ist – sie allein reicht nicht aus, um den Schulstandort im Vorbachtal dauerhaft zu sichern. Ebenso dringend brauchen wir eine feste, engagierte Schulleitung. Eine Persönlichkeit, die sich mit Überzeugung für den Standort begeistert, die das vorhandene Lehrerkollegium motiviert, stärkt und mitnimmt und die dem Bildungszentrum eine klare Perspektive gibt. Für dieses Ziel werde ich mich mit Nachdruck und in enger, partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit allen Beteiligten einsetzen.

Ein partnerschaftliches Miteinander zwischen Schulleitung und Schulträger, engagierte und motivierte Lehrkräfte sowie moderne, funktionale Räumlichkeiten sind die Grundpfeiler für eine starke Schule. Wenn diese Faktoren zusammenkommen, kann das Bildungszentrum Niederstetten nicht nur erhalten, sondern zu einem echten Leuchtturm für Bildung in der Region weiterentwickelt werden.

Schulsozialarbeit und Ferienbetreuung

Schulsozialarbeit und eine verlässliche Ferienbetreuung sind heute unverzichtbare Bestandteile eines modernen Schulstandorts. Das Team der Schulsozialarbeit am Bildungszentrum Niederstetten leistet gemeinsam mit dem JugendNetz und der Ferienbetreuung eine außerordentlich wichtige Arbeit für unsere Kinder und Jugendlichen. Mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz und viel Einfühlungsvermögen sind die Schulsozialarbeiterinnen verlässliche Ansprechpartner im Schulalltag. Angebote wie der Kids-Treff, der Jugendtreff, das Ferienprogramm und die Ferienbetreuung für Schulkinder schaffen Unterstützung, Orientierung und sinnvolle Freizeitmöglichkeiten. Besonders wertvoll ist dabei die Begleitung junger Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf. Mir ist es ein persönliches Anliegen, dieses starke Team und seine Arbeit dauerhaft zu sichern und weiter zu unterstützen.

Gerade mit Blick auf die verpflichtende Ganztagesbetreuung ab 2026 müssen diese Angebote als fester Bestandteil der Schulentwicklung anerkannt, gesichert und weiter ausgebaut werden. Nur so bleibt das Bildungszentrum ein verlässlicher Lern- und Lebensort für unsere Kinder.

Bildung als Standortfaktor für Wirtschaft und Stadt

Das Bildungszentrum Niederstetten ist darüber hinaus auch ein zentraler Baustein für die Stärke unserer lokalen Wirtschaft. Insbesondere der Realschulzweig bildet eine wichtige Grundlage für den beruflichen Nachwuchs in unseren Betrieben. Hier werden junge Menschen qualifiziert, gefördert und auf ihre weitere schulische oder berufliche Laufbahn vorbereitet – viele von ihnen sind die zukünftigen Auszubildenden, Fachkräfte und Leistungsträger unserer Steidemer Unternehmen. Die enge Zusammenarbeit und die bestehenden Kooperationen mit ortsansässigen und regionalen Betrieben, sowie dem Umschulungs- & Fortbildungszentrum (kurz UFZ) leisten dabei einen wertvollen Beitrag, um frühzeitig Praxisnähe, Berufsorientierung und den Austausch zwischen Schule und Wirtschaft zu stärken. Ein starker Schulstandort ist damit auch immer ein Standortvorteil für unsere Unternehmen und ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesamtstadt.

Dass dieser Handlungsbedarf von vielen Bürgerinnen und Bürgern geteilt wird, hat auch meine Online-Umfrage deutlich gezeigt: Der Erhalt und die Weiterentwicklung des Schulstandorts Niederstetten haben für die Menschen vor Ort einen sehr hohen Stellenwert.

Alle Abschlüsse unter einem Dach

Am Bildungszentrum Niederstetten bietet das G- und M-Niveau eine wichtige Chance: Neben dem Realschulabschluss können Schülerinnen und Schüler hier auch den Hauptschulabschluss erwerben. Dieses durchlässige System eröffnet individuelle Bildungswege, nimmt Leistungsdruck und ermöglicht Abschlüsse, die den jeweiligen Stärken der Jugendlichen entsprechen. Diese Möglichkeit ist vielen Eltern und Jugendlichen noch zu wenig bekannt. Deshalb muss die Öffentlichkeitsarbeit gestärkt werden, um klar und verständlich zu zeigen, welche Chancen und Perspektiven das Bildungszentrum Niederstetten bietet.

Lebendige Partnerschaft, gelebter Austausch

Im Austausch mit Lehrkräften habe ich erlebt, wie wertvoll die Verbindung zwischen dem Bildungszentrum Niederstetten und unserem Städtepartnerschaftsverein ist. Das große ehrenamtliche Engagement ermöglicht unter anderem den Schüleraustausch mit unserer französischen Partnerstadt Le Plessis-Bouchard und schafft für unsere Schülerinnen und Schüler unvergessliche Lernerfahrungen über den Unterricht hinaus. Diese Begegnungen fördern Offenheit, Verständnis und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg. Diese besondere Verbindung liegt mir sehr am Herzen – die Austausche müssen wir erhalten, stärken und gemeinsam weiterentwickeln.

Schule, Vereine und Musikschule – Bildung lebt vom Miteinander

Das Bildungszentrum Niederstetten ist eng mit unseren ortsansässigen Vereinen und der Musikschule Hohenlohe vernetzt. Gerade im Rahmen von Nachmittags-AGs bringen sich Vereine (u.a. Sport- & Musikvereine) sowie die Musikschule aktiv in den Schulalltag ein und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern vielfältige kreative, musikalische und sportliche Angebote. Diese Zusammenarbeit fördert Talente, stärkt Gemeinschaft und verbindet schulisches Lernen mit dem lebendigen Vereins- und Kulturleben in unserer Stadt. Diese wertvollen Kooperationen möchte ich weiter unterstützen und ausbauen.

Der Freundeskreis des Bildungszentrums - Ehrenamt mit Herz

Der Förderverein Freundeskreis des Bildungszentrums Niederstetten e.V. ist ein äußerst wertvoller Pfeiler unseres Schullebens und bereichert das Bildungszentrum weit über das hinaus, was der schulische Haushalt leisten kann. Der Verein besteht aus engagierten Eltern, Lehrkräften und Freunden der Schule, die sich mit großem ehrenamtlichem Einsatz dafür einsetzen, das Schulleben zu stärken und zusätzliche Angebote für alle Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen.

Gerade beim Besuch der letzten Jahreshauptversammlung konnte ich persönlich erleben, mit wie viel Herzblut, Engagement und Verantwortungsbewusstsein die Ehrenamtlichen ihre Aufgaben wahrnehmen. Dabei unterstützt der Freundeskreis das Bildungszentrum sowohl finanziell – etwa bei Projekten, besonderen Anschaffungen oder Auszeichnungen – als auch durch die Organisation und Begleitung von Veranstaltungen, die das Gemeinschaftsgefühl an der Schule nachhaltig stärken.

Die Ehrenamtlichen leisten hier Großartiges für unser Schulzentrum, oft im Hintergrund und doch mit spürbarer Wirkung für Kinder, Eltern und Lehrkräfte. Deshalb möchte ich mich aktiv einbringen und den Förderverein bei seinen zahlreichen Projekten für unser Bildungszentrum unterstützen. Dieses Engagement verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch eine verlässliche Unterstützung durch Stadt als Schulträger. Weitere Informationen rund um den Förderverein finden Sie auf der Homepage des Bildungszentrums. (Link führt zur Homepage des Bildungszentrums Niederstetten).

Lernen mit allen Sinnen – der Schulbauernhof Pfitzingen

Der Schulbauernhof Pfitzingen ist für mich ein ganz besonderer Lernort in unserer Region. Hier erleben Kinder und Jugendliche Bildung ganz praktisch – draußen, mit allen Sinnen und nah an der Natur. Themen wie Landwirtschaft, Umwelt, Ernährung und Nachhaltigkeit werden nicht nur vermittelt, sondern unmittelbar erfahrbar gemacht. Genau diese Form des Lernens ergänzt den klassischen Unterricht auf wertvolle Weise.

Der Schulbauernhof wird zu 100 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert. Diese vollständige Förderung zeigt, welchen hohen Stellenwert diese Einrichtung hat – und sie ist zugleich Auftrag, den Schulbauernhof dauerhaft zu erhalten. In absehbarer Zeit stehen am denkmalgeschützten „Schlößle“ notwendige Sanierungen an, darunter die Fassadenrenovierung sowie die Umsetzung aktueller brandschutztechnischer Vorgaben. Als Stadt Niederstetten setzen wir diese Maßnahmen im Auftrag des Landes um, und als Bürgermeister möchte ich diesen Prozess engagiert und verantwortungsvoll voranbringen.

Mir ist es wichtig, die Zusammenarbeit zwischen dem Bildungszentrum Niederstetten und dem Schulbauernhof Pfitzingen weiter zu vertiefen. Durch gemeinsame Projekte, regelmäßige Besuche und eine stärkere Verzahnung mit dem Unterricht können Theorie und Praxis noch besser zusammengeführt werden. So schaffen wir zusätzliche Lernorte, die Kinder und Jugendliche begeistern und unsere Bildungslandschaft nachhaltig bereichern.