Schulstandort & Betreuung sichern!
Das Bildungszentrum für die Zukunft stark machen!
Das Bildungszentrum Niederstetten (BZN) ist für mich weit mehr als nur ein Schulgebäude. Es ist ein Ort, der mich seit meiner eigenen Schulzeit begleitet hat. Hier habe ich die Grundschule besucht und anschließend meinen Abschluss an der Realschule gemacht. Ich kenne die Räumlichkeiten, ihre Stärken – aber auch ihre Schwächen – aus eigener Erfahrung.
Ja, es gibt einen Sanierungsstau. Diesen dürfen wir nicht länger ignorieren. Vielmehr ist es jetzt entscheidend, entschlossen zu handeln und die notwendigen Schritte zügig umzusetzen, um den Schulstandort langfristig zu sichern und zukunftsfähig aufzustellen.
Aktuell befindet sich die Sanierungsplanung in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren für Architekten sowie für Fachplaner der Bereiche Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro. Dieses Verfahren gilt es nun schnellstmöglich und sorgfältig abzuschließen, damit wir zeitnah in die konkrete Planungsphase einsteigen können. Genau hier sehe ich meine Aufgabe: Mit meinem Wissen und meiner Begeisterung für öffentliche Bauten möchte ich diesen Prozess aktiv begleiten und unterstützen.
Eine erfolgreiche Sanierung kann jedoch nur gelingen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Planung muss im engen Zusammenspiel zwischen Schulträger, Schulleitung, Lehrkräften und Nutzern erfolgen. Nur wenn die Bedürfnisse des Schulalltags ernst genommen und von Anfang an berücksichtigt werden, entsteht ein Ergebnis, das langfristig trägt. Nur gemeinsam können wir diesen wichtigen Schritt erfolgreich gehen.
Auch mit Blick auf die ab 2026 geltende verpflichtende Ganztagesbetreuung an Schulen muss die Sanierung genutzt werden, um Räume, Abläufe und pädagogische Konzepte neu zu denken und das Bildungszentrum baulich wie inhaltlich auf diese wichtige Aufgabe vorzubereiten.
Doch so wichtig die bauliche Sanierung auch ist – sie allein reicht nicht aus, um den Schulstandort im Vorbachtal dauerhaft zu sichern. Ebenso dringend brauchen wir eine feste, engagierte Schulleitung. Eine Persönlichkeit, die sich mit Überzeugung für den Standort begeistert, die das vorhandene Lehrerkollegium motiviert, stärkt und mitnimmt und die dem Bildungszentrum eine klare Perspektive gibt.
Ein partnerschaftliches Miteinander zwischen Schulleitung und Schulträger, engagierte und motivierte Lehrkräfte sowie moderne, funktionale Räumlichkeiten sind die Grundpfeiler für eine starke Schule. Wenn diese Faktoren zusammenkommen, kann das Bildungszentrum Niederstetten nicht nur erhalten, sondern zu einem echten Leuchtturm für Bildung in der Region weiterentwickelt werden.
Das Bildungszentrum Niederstetten ist darüber hinaus auch ein zentraler Baustein für die Stärke unserer lokalen Wirtschaft. Insbesondere der Realschulzweig bildet eine wichtige Grundlage für den beruflichen Nachwuchs in unseren Betrieben. Hier werden junge Menschen qualifiziert, gefördert und auf ihre weitere schulische oder berufliche Laufbahn vorbereitet – viele von ihnen sind die zukünftigen Auszubildenden, Fachkräfte und Leistungsträger unserer Steidemer Unternehmen. Die enge Zusammenarbeit und die bestehenden Kooperationen mit dem Umschulungs- & Fortbildungszentrum (kurz UFZ) leisten dabei einen wertvollen Beitrag, um frühzeitig Praxisnähe, Berufsorientierung und den Austausch zwischen Schule und Wirtschaft zu stärken. Ein starker Schulstandort ist damit auch immer ein Standortvorteil für unsere Unternehmen und ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesamtstadt.
Dass dieser Handlungsbedarf von vielen Bürgerinnen und Bürgern geteilt wird, hat auch meine Online-Umfrage deutlich gezeigt: Der Erhalt und die Weiterentwicklung des Schulstandorts Niederstetten haben für die Menschen vor Ort einen sehr hohen Stellenwert.
Gute Betreuung von Anfang an - Verlässliche Kinderbetreuung als Fundament für Familie und Zukunft
Noch vor dem Schuleintritt steht die Betreuung unserer Kleinsten im Mittelpunkt. Die Stadt Niederstetten leistet hier bereits heute einen wichtigen Beitrag: Mit insgesamt vier städtischen Kindertageseinrichtungen in Niederstetten, Vorbachzimmern, Rinderfeld und Oberstetten wird eine solide und wohnortnahe Versorgung für Kinder geschaffen. Ergänzend dazu gibt es in der Kernstadt neben den Krippen in Niederstetten und Vorbachzimmern zwei weitere private Einrichtungen, die insbesondere die Betreuung von Kindern unter drei Jahren übernehmen.
Diese Vielfalt an Angeboten ist eine große Stärke – und sie muss weiter gefördert werden. Denn eine verlässliche, qualitativ hochwertige Kinderbetreuung ist ein entscheidender Faktor dafür, dass Familie und Beruf gut miteinander vereinbar bleiben und Kinder die bestmöglichen Startchancen erhalten. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Betreuung nicht nur bedarfsgerecht auszubauen, sondern sie auch pädagogisch weiterzuentwickeln – zum Wohle der nächsten Generation.
Gleichzeitig dürfen wir die finanziellen Rahmenbedingungen nicht aus dem Blick verlieren. Die Schere zwischen den steigenden Kosten für den Betrieb der Einrichtungen und den Einnahmen aus Gebühren öffnet sich zunehmend. Dieses Spannungsfeld erfordert verantwortungsvolle, durchdachte und nachhaltige Entscheidungen. Viele Bürgerinnen und Bürger haben mir in meiner Umfrage deutlich gemacht, dass sie sich beispielsweise eine stärkere Einbindung der Kinder in die Natur oder – wie zuletzt intensiv diskutiert – eine Kindergartenbeförderung wünschen.
Solche Anliegen verdienen eine ernsthafte Prüfung. Schnellschüsse helfen hier jedoch nicht weiter. Vielmehr müssen mögliche Lösungsansätze, ihre finanziellen Auswirkungen und ihre langfristigen Folgen gemeinsam erarbeitet, transparent dargestellt und offen kommuniziert werden. Nur so können Eltern und Familien fundiert mitentscheiden, ob etwa eine Beförderung wirtschaftlich sinnvoll und für die Stadt dauerhaft tragfähig ist.
Als Bürgermeister möchte ich in diesem wichtigen Bereich nichts unversucht lassen. Mir ist es ein zentrales Anliegen, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern tragfähige Lösungen zu entwickeln – verantwortungsvoll, transparent und immer mit dem Ziel, die bestmögliche Betreuung für unsere Kinder und eine faire Balance für alle Beteiligten zu erreichen.
Eine qualitativ hochwertige Betreuung steht und fällt mit gut ausgebildetem, motiviertem und verlässlichem Personal. Deshalb setze ich mich dafür ein, die Arbeitsbedingungen in unseren Kindertageseinrichtungen weiter zu verbessern, Fachkräfte zu halten, neue zu gewinnen und ihnen die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie täglich leisten.
Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen – für unsere Kinder, für unsere Gesamtstadt und für eine starke Zukunft Niederstettens.